Michalis - Geschichten aus meinem Leben

Geboren und aufgewachsen bin ich in Rüsselsheim am Main.

Nach Erlangen kam ich dann als ich 13 Jahre alt war.

Mein Leben verlief erst mal relativ geradlinig. Wobei....schon in meiner Konfirmantenzeit hörte ich von der christlichen Mystik, die so ganz anders war als das was bisher meiner Vorstellung von "Kirche" entsprach.

In meiner Kindheit, während der Volks- und beginnenden Gymnasialzeit hatte ich eine große Sehnsucht nach der Natur. Unbewußt war mir da schon klar, daß ich ein Teil der Natur bin. Und so nutzte ich jede freie Minute, um stundenlang in Wäldern mit phantastischen Baumwesen herumzustreifen. Meist mit meinem besten Freund.

Als kleiner Junge hatte ich sehr große Freude am Singen. Diese Freude habe ich erst viel später wieder richtig entdeckt.

Auf die Schule folgte dann ein Studium der Elektrotechnik, ich wurde zum "Studierten" und verbrachte  viele mehr oder weniger freudvolle Jahre in einer großen Firma. Ich arbeitete in der Medizintechnik- Entwicklung.  Daß technische bzw. wissenschaftliche Forschung und Entwicklung nur ein kleiner Teilausschnitt des Großen Ganzen sind ahnte ich recht schnell und ich stellte mir schon relativ früh die Frage, ob es das jetzt gewesen sein sollte, oder ob in mir nicht noch weitere Talente auf die Entfaltung warten. Und es gab da auch ein Gefühl von Kreativität in mir, die ich in meinem Beruf so nicht ausreichend leben konnte.

Die Malerei machte mir Freude und auch die Laienschauspielerei half mir dabei, meine Kreativität zu entdecken und mich mehr mit meiner Mitte zu verbinden.

Die Spiritualität ist eigentlich erst so richtig durch meine Reisen u.a. nach Myanmar und Nepal erweckt worden, wobei ich sehr tief spürte, daß diese Spiritualität schon immer in mir lebte, nur wußte ich nicht, daß es Spiritualität ist. Ich begegnete Menschen, deren Augen so strahlten, wie ich das noch nie gesehen hatte, Menschen, die mich tief in meinem Kern berührten, die etwas für sich gefunden hatten, was sie zutiefst erfüllte. Lebensfreude und Singen bei allen Arbeiten des täglichen Lebens schienen ganz natürlich zu sein. Ich wollte wissen, wie das geht, was die Ursache ist, was in dieser Welt so zutiefst anders ist. Das brachte mich dazu mich mit verschiedensten, meist buddhistischen Schriften auseinanderzusetzen, viel zu lesen und möglichst viel davon zu verstehen. Intuitiv konnte ich sofort erfassen, daß das die Wahrheit ist, der Urgrund allen Seins. Der Same der Erkenntnis begann zu einem kleinen Pflänzchen heranzureifen. Ich begann Yoga zu praktizieren und konnte direkt spüren, wie sich die Praxis heilsam auswirkte, und zwar nicht nur im Körper. Mein Leben begann sich zu ändern. Achtsamkeit und Bewußtheit wurden meine Lehrmeister, ich spürte die Lebendigkeit und Freude in mir pulsieren. Patanjalis Yoga Sutren, bereits 2500 Jahre alt, sind so aktuell wie nie. So wurde ich zum "forschenden Yogi".

Es dauerte nicht sehr lange und ich begann mit einer Yogalehrerausbildung und einer  Ausbildung zum Ayurvedischen Lebensberater.

Mit meiner Frau Antonía-Devi kam ich mit dem Teil in mir in Berührung, der mir fehlte. Ich wurde konfrontiert  mit häufigem Wandel, "phantastisch-genialen" Ideen und intuitiver Lebendigkeit. Das wirbelte mein eher beständiges Wesen so schnell durcheinander, daß mir nichts anders übrig blieb als immer mehr meiner Widerstände zu überwinden, loszulassen, zu lachen und sie als wahre Ergänzung meines eigenen Soseins zu sehen.

 

 

 

 

 

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